Frankreich Urlaub am Meer

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Normandie Urlaub am Meer

Normandie am Meer

Die Küste der Normandie reicht von Le Tréport nahe der Somme-Bucht bis zum Mont-Saint-Michel am Tor zur Bretagne - viel Auswahl für einen Frankreich-Urlaub am Meer. Sie besteht aus vier landschaftlich sehr unterschiedlichen Abschnitten: Es beginnt mit der Côte d'Albâtre (Alabasterküste) auf dem Kreideplateau "Pays de Caux". Nach dem Überqueren der Seine befinden wir uns an der Côte Fleurie (Blumenküste) mit ihren Sanddünen und ihrem grünen, hügeligen Hinterland "Pays d'Auge". Dieser zweite Küstenabschnitt setzt sich ab der Orne-Mündung bei Caen mit der Côte de Nacre (Perlmuttküste) fort. Dort und im weiteren Küstenverlauf liegen die Landungsstrände, die diese Urlaubsregion in Frankreich mit einer kräftigen Portion Geschichte verbinden. Es folgen als dritter Küstenabschnitt die vom Granit geprägte Halbinsel Cotentin und als vierter ihr so würdiger Anteil an der weiten, flachen Bucht des Mont-Saint-Michel. Schließlich gehört der zu den größten Sehenswürdigkeiten Frankreichs zählende Klosterberg Mont-Saint-Michel (→ Frankreich-Reiseziele) zur Normandie, direkt hinter dem "Mont" beginnt dann die Bretagne.

Frankreich-Karte Normandie mit einigen wichtigen Sehenswürdigkeiten
Normandie am Meer (Vorlage: Wikimedia Commons Sting)

Frankreichs Urlaubsorte am Meer (Badeorte/Seebäder) in der Normandie an der Côte d'Albâtre: Le Tréport, Criel-sur-Mer, Dieppe, Pourville-sur-Mer, Sainte-Marguerite-sur-Mer, Quiberville, Saint-Aubin-sur-Mer, Veules-les-Roses, Saint-Valery-en-Caux, Veulettes-sur-mer, Les Petites Dalles, Fécamp, Yport, Étretat, Sainte-Adresse, Le Havre | an der Côte Fleurie: Honfleur, Villerville, Trouville-sur-Mer, Deauville, Benerville-sur-Me, Tourgéville, Blonville-sur-Mer, Villers-sur-Mer, Houlgate, Cabourg, Merville-Franceville-Plage, Sallenelles | an der Côte de Nacre: Ouistreham, Colleville-Montgomery, Hermanville-sur-Mer, Lion-sur-Mer, Luc-sur-Mer, Langrune-sur-Mer, Saint-Aubin-sur-Mer, Bernières-sur-Mer, Courseulles-sur-Mer | an der Westküste der Halbinsel Cotentin (die den Kanalinseln und der Bucht des Mont-Saint-Michel zugewandte Seite): Siouville-Hague, Barneville-Carteret, Saint-Jean-de-la-Rivière, Portbail, Saint-Germain-sur-Ay, Pirou, Gouville-sur-Mer, Agon-Coutainville, Bréhal, Granville, Jullouville, Carolles

Côte d'Albâtre

Die Côte d'Albâtre (Alabasterküste) mit ihren bis über 100 m hohen alabasterfarbenen Steilklippen bietet atemberaubende Aussichten auf die Küste und das Meer. Ihre bekanntesten Urlaubsorte am Meer sind Dieppe, Fécamp und Étretat.

Eindrücklich ist auch die Fahrt von Dieppe nach Étretat. Die Küstenstraße führt vorbei an unterschiedlichsten Orten: Vom Hafenstädtchen übers Fischerdorf bis zum familiären Seebad, alles ist dabei, inklusive direkter Strandzugänge oder steiler Treppen zum Strand und Meer. In der Fischerei- und Hafenstadt Fécamp sind die im normannischen Baustil errichtete Abteikirche Sainte-Trinité und das Palais Bénédictine sehenswert. Das Palais ist ein monumentales Gebäude, errichtet zu Ehren des hier im Ort hergestellten Bénédictine-Likörs. Von Étretat durch die Klippe Falaise d'Aval getrennt, liegt der frühere Fischerhafen und heutige Touristenort Yport. Auch sein Strand ist von malerischen Klippen umgeben, inklusive schöner Blicke von der Falaise d'Aval auf Yport.

Le Havre beherbergt den zweitgrößten Hafen Frankreichs und ist ein Zentrum der Petrochemie. Sein nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg neu aufgebautes, modernes Stadtzentrum gehört zum UNESCO-Welterbe.

Côte Fleurie, Côte de Nacre und Landungsstrände

Beim Überqueren der Seine verlassen wir das Kreideplateau des "Pays de Caux" und betreten das hügelige "Pays d'Auge", eine ganz andere normannische Landschaft mit blühenden Wiesen und Gärten, Apfelplantagen, von Heckenwällen umgebenen Weiden und Feldern ("Bocage") und den berühmten drei C's der Normandie: Camembert, Cidre und Calvados.

Das Pays d'Auge ist das Hinterland der "Côte Fleurie" (Blumenküste) zwischen Honfleur und Cabourg. Dieser Küstenabschnitt der Normandie ist von Sanddünen, Salzweiden, niedrigen Klippen sowie einer ganzen Reihe von Seebädern geprägt, die bereits in der Belle Époque sehr angesagte Reiseziele waren.

Bereits die längste Schrägseilbrücke Europas "Pont de Normandie" ist ein eindrucksvolles Erlebnis, wie sie sich hoch über die weite Seine-Mündung spannt. Sie verbindet Le Havre mit Honfleur, der ersten großen Sehenswürdigkeit an der Blumenküste. Weiter geht die Küstenstraße entlang der normannischen Urlaubsregion, zunächst an der Seine-Mündung mit weiten Aussichten hinüber nach Le Havre, dann entlang der Blumenküste über das kleinere Seebad Villerville und das traditionsreiche Seebad Trouville zum mondänen Seebad Deauville. Es folgen die Seebäder Villers-sur-Mer, Houlgate und Cabourg, alle mit einem eigenen Charakter. Na, haben Sie mitgezählt? Badeurlaub von familiär bis luxuriös, Strandleben, malerische Motive und ein reizvolles Hinterland, der Sommer kann kommen.

Zwischen der Ornemündung bei Caen und Bayeux liegt die "Côte de Nacre", die Perlmuttküste, an der von Ouistreham bis Courseulles-sur-Mer acht Badeorte mit ihren langen Sandstränden um die Gunst der Sommmerurlauber werben. Entlang der Perlmuttküste und weiter bis zur Halbinsel Cotentin liegen auch die Landungsstrände. Zusammen mit ihren Museen und Gedenkstätten bewahren sie das Andenken an die hier begonnene Offensive der Alliierten. Damals war Bayeux die erste zurückeroberte Stadt Frankreichs. Wie passend, dass der berühmte, einmalige Teppich von Bayeux eine noch weitaus ältere Invasion dokumentiert.

Halbinsel Cotentin

Weit hinein ins Meer ragt die Halbinsel Cotentin mit ihrer wichtigen Hafenstadt Cherbourg. Sie besteht in weiten Teilen aus Granit und ähnelt schon sehr der Bretagne, mit der sie sich ein uraltes Gesteinsmassiv teilt. Wie ein mächtiger Damm ruht sie im Ärmelkanal und staut den Gezeitenstrom, so dass Granville und die Bucht des Mont-Saint-Michel die höchsten Gezeitenunterschiede Europas verzeichnen (vgl. Bretagne-Tipp → Gezeiten Bretagne). Früher war der Cotentin fast eine Insel, nur über einen schmalen Landstreifen mit dem Festland verbunden. Dieser Landstreifen verlandete immer mehr, die dort entstandene Sumpflandschaft gehört heute zum Naturpark "Marais du Cotentin".

Sehr erlebenswert: die wilde Küste von La Hague, insbesondere etwas südlich vom Cap de la Hague der kleine Hafen von Goury und ein Stück weiter die abgeschiedene, pittoreske Bucht "Baie d'Écalgrain" mit ihrem einsamen Strand und den Aussichten auf die Kanalinseln Guernsey und Sark sowie auf die Felsnase "Nez de Jobourg", wo die ältesten Gesteine Frankreichs an die Oberfläche treten.

Es lockt auch eine Bootsfahrt zur Inselgruppe "Îles Chausey". 22 kleine Inseln gehören dazu, lediglich eine ist bewohnt. Der Archipel ist ca. 15 km von Granville entfernt und mit dem Ausflugsboot zu erreichen.

Die Bucht des Mont-Saint-Michel

Dort in der Bucht steht es im Meer, das "Wunder des Abendlandes", mit Pendelbussen oder zu Fuß über eine Brücke erreichbar. Der weltberühmte Klosterberg des Mont-Saint-Michel ist eines der ganz großen Highlights Frankreichs. Direkt dahinter beginnt die Bretagne, und man möge mir verzeihen, dass ich ihn deshalb im Bretagne-Tipp (meiner "ersten Seite") unter Mont-Saint-Michel würdige.

Weitere Reiseziele

Als Ergänzung zum Frankreich-Urlaub am Meer bietet die Normandie im Landesinneren eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, allen voran Rouen. Weitere Beispiele:

Der Garten von Monet in Giverny, ein Traumgarten der Normandie. Dazu der Einblick in Monets Leben, die schöne Dorfstraße von Giverny und das Kirchlein mit Monets Grab. Erlebenswert auch die Normannische Schweiz, idyllische Hügellandschaft an der Orne, mit großartiger Aussicht. Ein Paradies für Wanderer, Kletterer, Kanufahrer. Oder die reizende Kleinstadt Villedieu-les-Poêles mit ihrem historischem Stadtkern. Normannische Gastlichkeit und uralte Handwerke laden dort zum Verweilen ein.

Lohnenswerte Themenfelder für die Erforschung der Normandie wären beispielsweise ihre Abteien, ihre Parks und Gärten oder die Spuren der Impressionisten. Auch Sehenswürdigkeit der Normandie: all die romantischen alten Bauernhäuschen, am schönsten mit typisch normannischem Fachwerk, die sich geduckt in die Landschaft schmiegen.

Zu guter Letzt

Wie kommt die Normandie zu ihrem Namen? Normannen sind doch eigentlich Nordmänner, Wikinger aus dem hohen Norden, zum Beispiel aus Dänemark oder Norwegen. Im finsteren Mittelalter kamen sie aber auf ihren Beutezügen auch häufig an die Küsten Frankreichs. Der Wikingeranführer Rollo verwüstete mit seinen Mannen sogar das Seine-Gebiet um Paris herum, zog aber nicht wieder ab, sondern erhielt im Jahre 911 vom westfränkischen König in der heutigen Normandie ein Lehen. Diese in Frankreich sesshaft gewordenen Wikinger vermischten sich mit der heimischen Bevölkerung und wurden zu den Normannen, die 1060 sogar England eroberten.

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